Ein stechender Schmerz in der Ferse bei den ersten Schritten am Morgen kann den ganzen Tag prägen.
Wenn bei jedem Schritt die Ferse schmerzt, kann ein Fersensporn die Ursache sein. Diese knöcherne Auswucherung an der Ferse entsteht durch dauerhafte Überlastung der Fußsohle, besonders an der Plantarfaszie, einer Sehnenplatte, die das Längsgewölbe des Fußes stützt. Übergewicht, falsches Schuhwerk und Fehlbelastungen sind häufige Ursachen, die zur Verkalkung und letztlich zu einer chronischen, schmerzhaften Entzündung führen können. Um einen Fersensporn wirksam zu behandeln, ist eine Kombination aus Entlastung, Physiotherapie und weiteren konservativen Maßnahmen meist notwendig.
Der Name Fersensporn stammt von dem im Röntgenbild gut sichtbaren Kalksporn am Sehnenansatz. Ist die Plantarfaszie auf der Fußsohle betroffen, spricht man von einem unteren oder plantaren Fersensporn. Beim oberen Fersensporn hingegen liegt der Kalksporn am Ansatz der Achillessehne.
Wichtig zu wissen: Nicht der Sporn selbst verursacht meist die Schmerzen, sondern die gereizte Sehnenplatte an seinem Ansatz (Fachbegriff: Plantarfasziitis). Der Kalksporn ist eher eine Folge der jahrelangen Zugbelastung. Viele Menschen haben einen Fersensporn, ohne je Beschwerden zu spüren. Deshalb setzt die Behandlung vor allem bei der Entlastung der Sehnenplatte an.
Häufige Ursachen sind:
- Überlastung der Plantarfaszie: der dauerhafte Druck auf die Sehnenplatte durch intensives Laufen, langes Stehen oder Sportarten mit vielen Sprüngen kann zu Mikrorissen führen, die schließlich einen Fersensporn verursachen.
- Falsches Schuhwerk: Schuhe, die nicht richtig passen oder keine ausreichende Dämpfung oder Unterstützung bieten, begünstigen Fehlbelastungen.
- Übergewicht: Ein höheres Körpergewicht erhöht den Druck auf die Ferse und verstärkt die Belastung.
- Fußfehlstellungen: Platt- oder Hohlfuß erhöhen die Beanspruchung der Plantarsehne.
- Alter: Mit zunehmendem Alter nimmt die Elastizität der Plantarfaszie ab.
Typische Symptome sind:
- Messerstichartige Schmerzen in der Ferse, besonders morgens bei den ersten Schritten oder nach längerem Sitzen.
- Druckschmerz an der Unterseite der Ferse, als ob man auf Nadeln ginge.
- Schmerzverstärkung bei Belastung: Besonders bei sportlicher Betätigung oder längerem Stehen werden die Schmerzen intensiver.
- Manchmal eine leichte Schwellung im betroffenen Bereich.
Lassen Sie die Beschwerden ärztlich abklären, wenn die Ferse gerötet oder überwärmt ist, Taubheit oder Kribbeln im Fuß auftreten, die Schmerzen auch nachts in Ruhe bestehen oder nach einem Sturz begonnen haben. Dann kann eine andere Ursache dahinterstecken.
Fersensporn vorbeugen:
Um einem Fersensporn vorzubeugen, sollten folgende Maßnahmen beachtet werden:
- Bequeme, gut sitzende Schuhe tragen: Schuhe mit einer guten Dämpfung und einer stabilen Fußstütze entlasten die Ferse.
- Gewichtskontrolle: Übergewicht sollte vermieden oder reduziert werden, um den Druck auf die Ferse zu verringern.
- Fußfehlstellungen ausgleichen: Mithilfe von Podotherapie oder orthopädischen Einlagen können Fußfehlstellungen korrigiert werden.
- Überlastungen vermeiden: Intensives Training, vor allem bei neuen sportlichen Aktivitäten, sollte schrittweise gesteigert werden.
- Die Fußregeneration unterstützen: Regelmäßiges Dehnen der Wadenmuskulatur und der Plantarfaszie sowie ausreichende Erholungsphasen nach intensiver Belastung helfen, die Belastung des Fußes auszugleichen. Eine sanfte Massage oder das Ausrollen der Fußsohle kann die Regeneration zusätzlich unterstützen.
Einfache Übungen für zuhause finden Sie in unserem Beitrag Übungen gegen Fersensporn
Im Alltag kann man einiges tun, um die Sehnen gesund zu erhalten bzw. um gegenzusteuern, wenn die ersten Schmerzen schon spürbar sind.
Hier finden Sie diverse Übungsblätter als PDF-Downloads – inklusive Hinweisen, wie Sie Ihre Sehnen auch über die Nährstoffversorgung unterstützen können.
Fersensporn behandeln
Die Behandlung erfolgt in den meisten Fällen konservativ:
- Belastung anpassen: Reduzieren Sie Tätigkeiten, die Schmerzen auslösen, etwa langes Stehen, Laufen oder Springen.
- Kälteanwendungen: Kühlpacks etwa 15 bis 20 Minuten auflegen, immer in ein Tuch gewickelt. Das kann Schwellung und Schmerz reduzieren.
- Spezielle Einlagen: Fersenkissen oder orthopädische Einlagen mit einer Weichbettung können die Ferse entlasten und die Symptome lindern.
- Dehnungs- und Kräftigungsübungen: Regelmäßiges Dehnen der Plantarfaszie und Wadenmuskulatur kann helfen, die Spannung von der Ferse zu nehmen.
- Entzündungshemmende Medikamente: Wirkstoffe wie Ibuprofen können bei Bedarf kurzfristig die Schmerzen lindern. Nehmen Sie Tabletten nur kurzzeitig und nach Rücksprache mit Arzt, Ärztin oder Apotheke ein.
Weitere Behandlungsoptionen
- Physiotherapie: Ihr Physiotherapeut / Ihre Physiotherapeutin kann spezielle Übungen und Behandlungen anbieten, um die Plantarfaszie zu entlasten.
- Fokussierte Stoßwellentherapie: Diese Methode kann die Durchblutung fördern und die Heilung beschleunigen.
- LASERtherapie: Unterstützt die Durchblutung und die Zellregeneration.
- Hyaluronsäure-Injektionen: Diese können helfen, die Entzündung zu reduzieren, indem sie die Gleitfähigkeit der Gewebe verbessern.
- Operation: Sie ist nur selten nötig und kommt meist erst infrage, wenn die Beschwerden trotz konsequenter konservativer Behandlung über mehrere Monate anhalten. Dabei wird die Plantarfaszie meist teilweise freigesetzt, um die Spannung auf die schmerzhafte Sehne zu verringern. Der Fersensporn selbst muss dabei nicht unbedingt entfernt werden.
Nährstoffe und Fersensporn
Der Fersensporn entsteht genau am Übergang von Sehne zu Knochen, dem sogenannten Sehnenansatz. Gerade solche Ansatzstellen sind vergleichsweise schlecht durchblutet, obwohl sie hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt sind. Daher ist eine gute Versorgung über die Ernährung wichtig:
- Eiweiß: Sehnen bestehen zu einem großen Teil aus Kollagen, also aus Eiweiß. Gute Quellen sind mageres Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte und Milchprodukte.
- Vitamin C: Trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion von Knochen und Knorpel bei. Reich an Vitamin C sind Zitrusfrüchte, Paprika und Brokkoli.
- Mangan: Trägt zu einer normalen Bindegewebsbildung bei. Es kommt in Nüssen, Vollkornprodukten und grünem Blattgemüse vor.
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LAOLI® V – Sehne
Die speziell entwickelte Nährstoffkombination enthält unter anderem Mangan, das zu einer normalen Bindegewebsbildung beiträgt. Zum Bindegewebe gehören auch Sehnen und Bänder.
Fazit: Der Fersensporn ist eine häufige Überlastungsbeschwerde, die meist durch Fehlbelastung, ungeeignetes Schuhwerk oder Übergewicht entsteht. Die Schmerzen kommen dabei in der Regel von der gereizten Sehnenplatte und nicht vom Kalksporn selbst. Geeignetes Schuhwerk, ein gesundes Körpergewicht und regelmäßige Dehn- und Kräftigungsübungen helfen, die Ferse zu entlasten. Mit Geduld und den richtigen konservativen Maßnahmen bessern sich die Beschwerden bei den meisten Betroffenen deutlich. Bei anhaltenden Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Häufig gestellte Fragen zum Fersensporn
Was hilft am schnellsten bei einem Fersensporn?
In der akuten Phase helfen vor allem Ruhe und Entlastung der Ferse sowie Kälteanwendungen mit Kühlpacks, um Schwellung und Schmerz zu reduzieren. Dazu kommen regelmäßiges Dehnen der Fußsohle und der Wade sowie weich gepolsterte Einlagen. Bei Bedarf können entzündungshemmende Schmerzmittel kurzfristig unterstützen.
Welche Schuhe sind bei einem Fersensporn empfehlenswert?
Wichtig sind Schuhe mit guter Dämpfung und stabiler Fußstütze, denn sie entlasten die Ferse spürbar. Schuhe, die nicht richtig passen oder zu wenig Halt bieten, zählen dagegen zu den häufigsten Ursachen für einen Fersensporn. Bei Fußfehlstellungen können orthopädische Einlagen zusätzlich helfen.
Worauf sollte ich bei Fersensporn in der Ernährung achten?
Der Fersensporn entsteht am Sehnenansatz, einer Zone, die vergleichsweise schlecht durchblutet ist. Wichtig ist daher eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eiweiß. Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion von Knochen und Knorpel bei, Mangan zu einer normalen Bindegewebsbildung. LAOLI® V – Sehne enthält Vitamin C und Mangan, ergänzt um Kollagen Typ 1, Glucosamin, Chondroitin und MSM, und wurde gemeinsam mit Sportorthopäde Dr. Ulrich Lanz entwickelt. Zum Produkt
Wie lange dauert die Heilung eines Fersensporns?
Das ist individuell unterschiedlich und braucht oft Geduld. Bei den meisten Betroffenen bessern sich die Beschwerden mit konsequenter Entlastung, Übungen und den genannten konservativen Maßnahmen innerhalb von sechs bis zwölf Monaten deutlich. Bleiben die Beschwerden trotzdem bestehen, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.