Schmerzen an der Achillessehne schränken oft genau die Bewegungen ein, die man im Alltag kaum bewusst wahrnimmt: Treppensteigen, ein Spaziergang, die ersten Schritte am Morgen. Wir beschäftigen uns seit Jahren intensiv mit Sehnengesundheit und wissen, wie wichtig es ist, schnell zu verstehen, was dahintersteckt und was jetzt wirklich hilft.

Die Achillessehne ist die kräftigste Sehne unseres Körpers und verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein. Trotz ihrer Stärke kann sie durch Überlastung oder andere Faktoren geschädigt werden.

Eine Achillessehnenentzündung tritt häufig bei Sportlern und Sportlerinnen auf, besonders beim Laufen und bei Sportarten mit vielen Sprüngen. Es ist wichtig, die Beschwerden rechtzeitig zu behandeln, da sie sonst chronisch werden können, oft mit einer tastbaren, schmerzhaften Verdickung der Sehne. Den Schmerz an der Achillessehne bezeichnet man auch als Achillodynie.

Der Begriff Achillessehne stammt aus der griechischen Mythologie. Der Held Achilles galt als unverwundbar, hatte jedoch eine Schwachstelle: Seine Ferse. Im trojanischen Krieg wurde er an dieser verwundbaren Stelle getroffen, was ihm das Leben kostete. Heute erinnert uns die Achillessehne symbolisch an die Belastungsgrenze unseres Körpers.

Achillessehnenentzündung: Was tun? Laoli V- Sehne

Häufige Ursachen sind:

  • Überbelastung: Häufiges und intensives Training ohne ausreichende Erholung, vor allem eine zu schnelle Steigerung des Trainings.
  • Falsche Technik: Fehler in der Lauftechnik oder Haltung.
  • Ungeeignetes Schuhwerk: Fehlende Dämpfung oder falsche Passform belasten die Sehne.
  • Fußfehlstellungen: Plattfüße oder ein hoher Spann können eine falsche Belastung der Sehne verursachen.
  • Altersbedingte Degeneration: Mit dem Alter verliert die Sehne an Elastizität.
  • Medikamente und Vorerkrankungen: Bestimmte Antibiotika (Fluorchinolone wie Ciprofloxacin) können die Sehne schwächen. Auch Diabetes und Übergewicht erhöhen das Risiko.

Typische Symptome sind:

  • Schmerzen: Knapp oberhalb der Ferse, vor allem morgens bei den ersten Schritten und bei Belastung
  • Druckempfindlichkeit
  • Verdickung oder Knoten: Bei chronischen Beschwerden tastbar
  • Bewegungs­einschränkung: Schwellungen können die Beweglichkeit des Sprunggelenks verringern

Achillessehnen­entzündung vorbeugen:

Um Beschwerden an der Achillessehne vorzubeugen, sind folgende Maßnahmen wichtig:

  • Regelmäßiges Dehnen und Kräftigen: Durch gezielte Übungen können Muskelverkürzungen vermieden werden.
  • Richtiges Schuhwerk: Schuhe mit ausreichender Dämpfung und Unterstützung verringern die Belastung.
  • Schrittweise Steigerung der Trainingsintensität: Vor allem zu Beginn einer neuen sportlichen Herausforderung ist eine langsame Steigerung wichtig.
  • Lauftechnik optimieren: Eine gute Technik minimiert das Verletzungsrisiko.
Im Alltag kann man einiges tun, um die Sehnen gesund zu erhalten bzw. um gegenzusteuern, wenn die ersten Schmerzen schon spürbar sind. Hier finden Sie diverse Übungsblätter, um Sehnenschmerzen vorzubeugen

Übungen für gesunde Sehnen

Im Alltag kann man einiges tun, um die Sehnen gesund zu erhalten bzw. um gegenzusteuern, wenn die ersten Schmerzen schon spürbar sind.

Hier finden Sie diverse Übungsblätter als PDF-Downloads – inklusive Hinweisen, wie Sie Ihre Sehnen auch über die Nährstoffversorgung unterstützen können.

Zu den Übungsblättern

Achillessehnen­entzündung behandeln

Selbstbehandlung zu Hause

  • Belastung anpassen: Pausieren Sie Aktivitäten, die Schmerzen auslösen, wie Laufen oder Springen. Völlige Schonung ist meist nicht nötig: Alltagsbewegung ist erlaubt, solange die Schmerzen gering bleiben und am nächsten Morgen nicht stärker sind.
  • Kühlen: Eispackungen etwa 15 bis 20 Minuten auflegen, immer in ein Tuch gewickelt. Das kann Schwellungen und Schmerzen lindern.
  • Bandagen oder Ferseneinlagen: Diese können den Druck auf die Sehne reduzieren.
  • Dehnungs- und Kräftigungsübungen: Exzentrisches Training, das langsame, kontrollierte Absenken der Ferse, gilt als besonders wirksam, um die Sehne zu stärken. Sitzen die Schmerzen direkt am Fersenbein, sollte die Ferse dabei nicht unter Stufenhöhe abgesenkt werden. Passende Übungen finden Sie in unserem Beitrag Übungen für die Achillessehne und Wade.
  • Schmerzmittel: Entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen können kurzfristig Schmerzen lindern. Nehmen Sie Tabletten nur kurzzeitig und nach Rücksprache mit Arzt, Ärztin oder Apotheke ein.

Weitere Behandlungsoptionen

Wenn die Beschwerden trotz Selbstbehandlung anhalten oder sich verschlimmern, ist eine ärztliche Konsultation ratsam:

  • Physiotherapie: Ein gezieltes Programm aus Dehnung- und Kräftigungsübungen kann helfen, die Sehne zu stabilisieren.
  • LASER- und Stoßwellentherapie: Diese Methoden werden vor allem bei chronischen Beschwerden eingesetzt .
  • Injektionen: Hyaluronsäureinjektionen werden teilweise eingesetzt.
  • Operation: In schweren Fällen oder bei chronischen Beschwerden, die länger als sechs Monate halten, kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein, um geschädigtes Sehnengewebe zu entfernen.

Nährstoffe und Achillessehnen­entzündung

Die Achillessehne ist die kräftigste Sehne des Körpers, muss aber mit vergleichsweise wenig Blutgefäßen auskommen. Genau deshalb ist die Versorgung mit den richtigen Nährstoffen hier besonders wichtig:

  • Eiweiß: Die Achillessehne besteht zu einem großen Teil aus Kollagen, also aus Eiweiß. Gute Quellen sind Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte und Milchprodukte.
  • Vitamin C: Trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion von Knochen und Knorpel bei. Reich an Vitamin C sind Zitrusfrüchte, Paprika und Beeren.
  • Mangan: Trägt zu einer normalen Bindegewebsbildung bei. Zu finden in Nüssen, Vollkornprodukten und grünem Blattgemüse.

Wenn Sie Ihre Ernährung gezielt ergänzen möchten: LAOLI® V – Sehne enthält Vitamin C und Mangan sowie Kollagen Typ 1, Glucosamin, Chondroitin und MSM und wurde gemeinsam mit Sportorthopäde Dr. Ulrich Lanz entwickelt.

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LAOLI® V –  Sehne

Die speziell entwickelte Nährstoffkombination enthält unter anderem Mangan, das zu einer normalen Bindegewebsbildung beiträgt. Zum Bindegewebe gehören auch Sehnen und Bänder.

Fazit: Eine Achillessehnenentzündung ist zwar schmerzhaft, lässt sich jedoch mit der richtigen Vorbeugung und Behandlung gut in den Griff bekommen. Entscheidend sind eine angepasste Belastung, gezielte Kräftigungsübungen, eine gute Technik und eine schrittweise Steigerung des Trainings. Bessern sich die Beschwerden nicht, holen Sie frühzeitig ärztlichen Rat ein, um schwerere Folgeschäden zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen zur Achillessehnen­entzündung

Was hilft am schnellsten bei einer Achillessehnen­entzündung?

Am wichtigsten in der akuten Phase ist es, die Sehne zu entlasten: Schmerzauslösende Aktivitäten wie Laufen pausieren, mit Eispackungen kühlen und danach schrittweise statt abrupt zur gewohnten Belastung zurückkehren. Halten die Beschwerden trotz Selbstbehandlung an, kann eine gezielte Physiotherapie die Heilung zusätzlich unterstützen.

Wie kann ich meine Achillessehne stärken?

Regelmäßiges, exzentrisches Krafttraining der Wadenmuskulatur gilt als besonders wirksam, um die Achillessehne widerstandsfähiger zu machen. Wichtig dabei: Die Trainingsintensität schrittweise steigern und der Sehne ausreichend Regenerationszeit geben, da sich Sehnengewebe deutlich langsamer erneuert als Muskulatur.

Ist Kollagen gut für die Achillessehne?

Kollagen Typ 1 ist der Hauptbestandteil des Sehnengewebes, auch in der Achillessehne. Der Körper bildet Kollagen selbst; Vitamin C und Mangan tragen laut EFSA zu einer normalen Kollagen- bzw. Bindegewebsbildung bei. LAOLI® V – Sehne enthält Vitamin C und Mangan, ergänzt um Kollagen Typ 1, Glucosamin, Chondroitin und MSM, und wurde gemeinsam mit Sportorthopäde Dr. Ulrich Lanz entwickelt. Zum Produkt

Wie lange dauert die Heilung einer Achillessehnen­entzündung?

Das ist individuell unterschiedlich und hängt vom Schweregrad ab: Von einigen Wochen bei leichten, frühzeitig behandelten Beschwerden bis zu mehreren Monaten bei chronischen Verläufen. Halten die Schmerzen länger als einige Wochen an oder verschlimmern sie sich, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.