Derzeit ist das Wetter nicht sehr einladend und man möchte lieber zu Hause vor einer Tasse warmen Tee bleiben. Aber Läufer müssen laufen, um spezifische Muskeln in Form zu halten. Das Frühlingstraining beginnt daher normalerweise mitten im tiefen, dunklen, kalten Winter.
Zu viele Läufer nehmen sich aber im Winter eine Auszeit vom Laufen und dadurch erhöht sich automatisch ihr Verletzungsrisiko, wenn das Wetter wieder freundlicher wird und die Lust nach dem Laufen wieder zunimmt.

Laufen im Winter verlangt einen flexiblen Trainingsplan: Vergesst eure persönlichen Ziele und lauft lieber bequem, langsam und einfach, ein paar Mal pro Woche.
Laufen im Winter kann sich gefährlich auf Sehnen, Muskeln, Knochen und den allgemeinen Gesundheitszustand auswirken, wenn jeder Lauf nicht sorgfältig geplant wird. Die häufigsten Verletzungen im Winterlauf sind Sehnen- und Muskelrisse durch Unterkühlung, sowie Fußfrakturen, Stressfrakturen an der Tibia und eine Achillessehnen-Tendinitis, die auf das Laufen auf rutschigen Straßen zurückzuführen sind.

Wie können wir das Verletzungsrisiko verringern?

Tipp Nr. 1 „den Körper Warm halten“

Bei kaltem Wetter besteht die Gefahr sich abzukühlen, daher ist es wichtig, den Laufgang an den Tagen zu planen, an denen das Wetter am mildesten ist; idealerweise zwischen 10 und 14 Uhr (die wärmste Zeit im Winter). Nehmt euch eine sonnige Laufstrecke vor und vermeidet Bäume und Gebäude, die zu viel Schatten spenden. Schatten und Wind kühlen die Muskeln schnell ab, wodurch diese steif werden und man zu zittern beginnt. Dies ist oft die Ursache für plötzliche Sehnen- und Muskelrisse.
Falls die Umgebungstemperatur extrem kalt ist, wie in den letzten Tagen, und/oder es schwierig ist den Wind zu vermeiden, so empfiehlt es sich hochqualitative Sportkleidung anzuziehen, die vor der Kälte schützt und die die Körperwärme bewahrt. Also, wintertaugliche Schuhe, warme Socken, Strumpfhosen und Windhosen tragen. Gute, leichte und ergonomische Jacken erlauben es sich trotzdem frei zu bewegen und gleichzeitig schützen sie vor einer Unterkühlung. Hut nicht vergessen, das wichtigste Kleidungsstück im Winter. Wir persönlich empfehlen im Winter Merinowolle, sie hält warm, auch wenn es nass ist.

Tipp 2 „Bodenhaftung nicht verlieren“

Mittelfußknochenfrakturen und Überlastungsverletzungen an der Tibia treten während der Wintermonate häufiger auf. Der Winterläufer ist auch anfälliger für Verletzungen der Achillessehne, was zu einer Tendinitis führen kann, die sich dann über Monate ziehen kann. Der Hauptgrund dieser Beschwerden ist das Ausrutschen.
Laufen auf verschneiten Straßen macht Spaß, ist aufregend und meist landschaftlich wunderschön, aber das minimale, sich wiederholende Ausrutschen belastet zusätzlich die Achillessehne, erhöht den Druck auf die Mittelfußknochen und verstärkt die Torsionskräfte an der Tibia. Ergo, eine gute Ausrüstung ist immer fundamental, in jeder Sportart.
Der Winter und die Kälte müssen uns daher nicht vom Laufen abhalten. Es kann sogar spannend sein und viel Spaß machen und uns die Möglichkeit geben, sich für einen speziellen Lauf im Frühjahr vorzubereiten.

Gibt es Winterläufer unter euch und welche Ausrüstung empfehlt ihr?